Also,der Leerlaufsteller ist im Prinzip ein "Beipass", der dem Motor Luft zuführt, ohne das die Drosselklappe öffnet ( über den Gaszug geöffnet wird ). Damit aber nicht mehr Luft zugeführt wird, als nötig ( also um die Leerlaufdrehzahl zu erhalten), darf der Leerlaufsteller den Querschnitt für die Luft im Beipass nur bedingt/ begrenzt öffnen. Diesen Öffnungsweg sagt ihm das Steuergerät, ist die Leerlaufdrehzahl erreicht, stoppt der Kegel des Leerlaufstellers in Öffnungsrichtung. Die Kalibrierung braucht das Steuergerät als Info, um zu wissen, wann der Leerlaufsteller ganz zu ist. Wird der Leerlaufsteller also kalibriert, macht er erst zu, dann auf und das Steuergerät bekommt diese Positionen und nimmt sie als Basis. Ist der Leerlaufsteller also ganz zu, sollte das Steuergerät in dieser Position von 0 ausgehen. So jedenfalls stelle ich mir das vor und macht es Sinn. Wird jetzt der Motor gestartet, muß ja das Steuergerät den Leerlaufsteller so weit anheben, daß genug Luft durchgeht, um die Leerlaufdrehzahl zu erreichen und dann zu halten ( also nicht weiter öffnen ). Ist nun der Leerlaufsteller defekt oder wird durch einen anderen ersetzt ( andere Position des Kegels), kommt das Steuergerät wohl durcheinander, ebenso, wenn die Drosselklappe nicht geschlossen ist und zusätzlich Luft durchläßt. Deshalb sollte der Gaszug nie auf Spannung eingestellt sein, um zu gewährlesiten, daß die Klappe wirklich zu ist im Leerlauf. Hier wird oft der Fehler gemacht, die Leerlaufdrehzahl zu erhöhen, indem man den Gaszug etwas vorspannt. Steuergerät und Leerlaufsteller werden das mit Fehlverhalten quittieren. Geht der Motor im Leerlauf aus, muß das nicht zwangsläufig am Leerlaufsteller liegen. Nebenluft ( z.B. durch undichtes Einspritzventil meist am Sockel oder undichte Drosselklappe kann auch die Ursache sein. Auch ein defektes ausgeleiertes Poti an der Drosselklappe ( gubt ja auch Infos an das Steuergerät) ist manchmal schuld am Leerlaufverhalten. Wenn z. B. das Poti an der Drosselklappe Spiel hat und dem Steuergerät sagt, die Drosselklappe sei 2-5 Grad geöffnet, obwohl die komplett zu ist, will das Steuergerät den Leerlaufsteller regeln. So verstehe ich das . Tatsache ist: es hat schon einige Male geholfen, das Drosselklappenpoti zu erneuern. Auch das kann /soll kalibriert werden. Öffne ich die Drosselklappe über den Gaszug, schließt der Leerlaufsteller und die Luft gelangt nun an der Drosselklappe vorbei in den Brennraum. Das erste, was man prüft, sollte die Leeerlaufdrehzahl schwanken oder der Motor sogar ausgehen, ist der Sockel an der Einspritzdüse. Da reicht schon bei laufendem Motor ein kurzer Sprüh mit Bremsenreiniger an den Sockel ( dort, wo die Einspritzdüse im Sockel eingesteckt ist) . Verändert sich dabei die Drehzahl, ist es dort undicht und es zieht Nebenluft. Ein zweites Indiz ( hat man keinen Bremsenreiniger zur Hand), wäre, wenn man die beiden Kreuzschlitzschrauben der Einspritdüse rausdreht, die Einspritzdüse nach oben rauszieht ( mit angestecktem Stecker und Schläuche) und dann untern der breite gummierte Ring mit raus kommt. Der sollte nämlich stramm im Sockel sitzen und nicht demnotierbar sein, was er aber auf Grund von Altersschrumpfen der Gummierung zwangsläufig irgendwann wird. Dann wäre ein neuer Sockel fällig ( den Ring gibt es nicht einzeln) oder man dichtet den Ring mit Ölund benzinfestem Slilikon ( Spezial) ein. Hält nicht ewig, aber ein paar Jahre schon. Dann wird wiederholt. Erst wenn die Einspritzdüse auszuschließen ist, würde ich weitersuchen ( Leerlaufsteller tauschen und , falls nötig, dann das Drosselklappenpoti.). Beides anschließend kalibrieren. |