Das Ventilspiel ( sollte es wie geschrieben so sein) wäre o.k. Meine Erfahrung: Nach einem Kettenwechsel kann sich das Spiel geringfügig verändern, also nach dem Zusammenbau nochmals messen. Wird die Wasserpumpe ausgebaut, läuft Restwasser in den Motorraum. Daher lasse ich immer zuerst das Öl ab, dann das Kühlwasser und laß die Ölablaßschrauben ( Sieb und Magnet) raus, bis die neue Wasserpumpe eingebaut ist. So kann in dem Motorraum laufendes Restwasser durch die Ölablaßschraube rauslaufen. Für die geplanten Arbeiten sollte man zusätzlich Dichtringe für Kettenspanner, Ölsieb, Ölablaß, Arretierschraubenverschluß, Wasserablaßschraube und ( so mache ich es) auch für das Ölregelventil besorgen. Das Ölregelventil baue ich bei einem Ölwechsel immer gleich mit aus und reinige den Sitz und das Ventil. So beuge ich einem späteren Ausbau vor, sollte die Kontrolllampe im Leerlauf flackern. Aber hier mein dringender Rat: Diese ganze Aktion sollte man sich beim ersten Mal zeigen lassen. Da sind etliche Dinge zu beachten, wo man auch schnell mal was falsch machen kann oder beim Schrauben feststellt, daß ein/ mehrere benötigte Werkzeuge nicht vorhanden sind. Nach dem Wechsel der Kühlflüssigkeit muß auch der Kühlkreislauf entlüftet werden. Was soll die von dir genannte Nockenwellenführung sein? Bei der von dir genannten Kilometerleistung sollten die Spann und Führungsschiene noch in Ordnung sein ( trotzdem genau anschauen). Wichtiger ist aber die untere halbmondförmige Führung. Die ersetze ich immer. Die besteht aus einem anderen Kunstsoff, der spröde wird und es kam einige Male vor, daß diese Führung zerbröselt / gebrochen war. Baut man beide Nockenwellen samt verschraubten Kettenräder aus, spart man die beiden gehärteten U-Scheiben vor den Kettenrädern und braucht nur die eine vor dem Polrad. Für den Ausbau reicht es, den Kettenspanner zu entfernen und dann die Führungsschiene raus zu ziehen. So hat die Kette genug Spiel, um die beiden Nockenwellen unter der Kette raus zu heben. Noch ein Hinweis: Mir kommen immer wieder Motoren unter, bei denen Gewinde beschädigt/ überdreht sind, weil die Anzugsmomente nicht eingehalten wurden ( Schrauben zu stark angezogen ). Da gibt es Anzugsmomente, die unterhalb von 10Nm liegen und die sind ohne entsprechenden Drehmomentschlüssel schwer bis garnicht einzuhalten. Beim Zusammenbau die Nockenwellen-Lagerstellen mit Motoröl einölen. Das Öl braucht einen Moment, bis es bei laufendem Motor da oben ankommt und da sollten die Nockenwellen nicht trocken laufen. Ich schaue mir auch immer nach dem Ausbau der Nockenwellen diese hinter den Kettenrädern an, ob die Wellen dort ausgebrochen sind. In dem Fall werden die Steuerzeiten nach dem Einbau nicht stimmen, da man sich dabei nach den Markierungen auf den Kettenrädern richtet. |