Erst mal kommt es darauf an, was man alles selber machen will. Bei den Drehmomente geht es z.B. darum, ob man nur kleine Verkleidungsschrauben bewegen oder auch schon mal ein Rad ausbauen will. Da sind größere Drehmomente im Spiel. Will mal sämtliche Drehmomente abdecken, sind meist 3 Drehmomentschlüssel gefragt. Die gängigen fangen bei 5 oder 10NM an und gehen meist bis 40. Die großen fangen bei 40 an und gehen meist bis 210. Dann gibt es noch kleine ,die von 0 bis meist 10 gehen. Drehmomentschlüssel müssen nach gebrauch immer wieder auf 0 gedreht werden, da sie sonst sehr schnell ungenau werden. Auch sollten sie alle 2 Jahre kalibriert werden, was natürlich kein Hobbyschrauber machen läßt. Arbeitet man gewissenhaft und öfters mit Drehmoment, lohnt sich die Anschaffung guter Geräte. Die fangen ab etwa 60€ an . Ich verwende die von Proxon ( haben wir auch im Maschinenbau verwendet). Wer noch keinen Drehmomentschlüssel hat, sollte überlegen, sich für den Bereich von 10-40 ein sogenanntes Manoskop anzuschaffen. Ist wie ein Drehmomentschlüssel, hat vorne aber eine Aufnahme für Steckgabel ( Gabelschlüssel, recht teuer), in die man aber auch einen Kopf einstecken kann, der dann alle üblichen Stecknüsse aufnimmt. Vorteil insbesonders bei der C1: dieses gerät mit einer 13er Gabel ist hervorragend geeignet für die Muttern des Zylinderkopfes. Ein guter Nusskasten mit kleiner und großer Ratsche und den dazu gehörigen Nüsse gehört in jede Garage. Auch Torx-Nüsse werden besonders bei der C1 benötigt. Dann braucht der C1-Schrauber/in eine Polradabdrückschraube, eine Kurbelwellenarretierschraube, einen Variatorschlüssel, eine Fühlerlehre, eine kleine Seegeringzange, eine Schlauchschellenzange, idealerweise auch ein Voltmeßgerät ( gibt es schon für kleines Geld im Baumarkt), Kunststoff oder Kupferhammer, Durchschlag 3-4mm für die Bremsbeläge, 11er Maulschlüssel ( am besten gleich alle Größen bis 24) für die Kühlkreislaufentlüftung und Bremssattelentlüftung, für das Kugelgelenk der gabel einen 21er Ringschlüssel und einen 7er Inbusschlüssel ( beides selten im Baumarkt) , für die Justierung der Mikroschalter einen sehr kleinen Schraubendreher und am besten eine Spitzzange, eine Ölauffangwanne und einen Heber / Lifter ,um den Roller anzuheben, um das Hinterrad oder den Motor auszubauen. Zum Kerzenwechsel reicht der Kerzenschlüssel im Bordwerkzeug. Es gibt aber besseres. Alles andere im Bordwerkzeug ist Balast. Persönlich schraube ich die Verkleidungsschrauben lieber mit üblichen Schraubendrehern rein und raus. Mit Aku-Geräten hat man das Gefühl nicht und dreht die Schrauben auch schnell mal schief rein oder überdreht sie. Soviel Zeit nehme ich mir. Natürlich braucht man auch Betriebsmittel wie Bremsenreiniger, Loctide-Schraubensicherung, WD 40, Silikonspray, Kontaktspray usw. Das alles macht aber nur Sinn, wenn man sich das Schrauben selbst zutraut und mit den ganzen Werkzeugen und Mitteln umgehen kann. Überspitzt gesagt: Man kann auch eine Fräsmaschine kaufen, obwohl man dafür keinen Stromanschluß hat. Mein Rat: Jede für einen selbst neue Aktion am besten erst mal zeigen lassen, dann erspart man sich meist viel Kosten und Ärger. Meine C1en finden inzwischen alleine auf die Hebebühne |