Sinnvoll wäre es auf alle Fälle erst einmal, den Fehler einzugrenzen bzw. ein klareres Fehlerbild zu erhalten. Dies kann ohne jegliche Demontagen durch einfache Messungen an den Batterieanschlüssen erreicht werden. Dazu sollte vorher die Batterie voll geladen werden. Bei Problemen mit der Elektrik ist es sinnvoll, hierbei die Batterie vom Bordnetz zu trennen, sonst kann leicht der Batterielader (insbesondere CETEK-Geräte mit ihrem "Regenerierungsmodus" zum Elektronikmörder werden. Wenn dann eh schon ein Batteriepol abgetrennt ist (sinnvollerweise der Masse- bzw. "-" Anschluss an der Batterie), dann kann man ja nach Beendigung des Ladevorganges mit einem Amperemeter messen, ob bei ausgeschalteter Zündung Ströme fliessen und auf welche Werte dann der Strom steigt, wenn die Zündung eingeschaltet wird. ZUdem würde ich noch vor dem Wiederanklemmen des "-" Pols den Widerstand zwischen dem Massekabel der Batterie und dem Rahmen des Motorrades messen. Der muss im Bereich von wenigen Milliohm liegen. Wenn dann die Batteriepolewiederfest angeschlossen sind, kannst Du das Motorrad anlassen und die Batteriespannung im Leerlauf messen. Größere Verbraucher wie Licht, Heizbares Zubehör und Soundsystem sollten natürlich ausgeschaltet sein, die Gurte in den Schlössern steckenund zum Anlassen (wie immer) die Bremse gezogen sein. Dann sollte sich beim dahintuckern im Leerlauf eine Spannung von etwas über 13 Volt einstellen, die dann beim vorsichtigen Gasgeben (nicht bis die Kupplung greift!) leicht ansteigt. Ist dies nicht der Fall, dann hast Du ein Problem mit Lichtmaschine oder Regler. Wie bereits erwähnt kommt man auch bei einem gebrochenen Lichtmaschinen-Anschluss mit einer voll geladen, neuen Batterie sehr viel weiter, als die erwähnten 10 km. Da haben einige Kandidaten schon 100km und mehr geschafft, bis die Kiste wegen Strommangels stehen blieb. So wie Du das bisher schilderst, gibt es aus meinerSicht zwei Möglichkeiten: 1. Es ist mehr als ein Generator-Kabel gebrochen, so dass die Kiste nicht mehr nur"schwach" sondern"gar nicht" lädt oder es ist auch (oder auch "nur") die Reglerplatine defekt. Ersteres würde man einer noch niedrigeren Leerlaufspannung sehen und auch daran, dass sich die Spannung beim vorsichtigen Gasgeben überhaupt nicht verändert bzw. erhöht. Bei einem defekten Regler KANN es hzu höheren Fehströmen bis zu einigen Ampere bei der Messung des Fehlstromes an den Batterieklemmen kommen. Tote Regler kommen nur sehr selten vor und haben in der Regel eine der 3 folgenden Ursachen: 1) Laden einer tief entladenen Batterie mit "Regenerier-" bzw. "Auffrischungs"-funktion bei NICHT ABGEKLEMMTER Batterie (Cetek-Ladegeräte machen das so) 2) Fahren bzw Motorlauf ohne angeschlossene Batterie oder MIT LOSEN BATTERIE- ODER MASSEANSCHLÜSSEN 3) Überlasten des Reglers durch längeres Fahren mit einer defekten Batterie (Plattenschluss mit/bei) mehreren Zellen. Kannst Du die drei Punkte ausschließen (Die Maschine war nicht kürzlich in der Werkstatt? - Elektrik ist bekannterweise der beste Feind des Profischraubers!), dann ist wohl mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit mindestens eines der drei Kabel zur Lichtmaschine gebrochen. So, dass hätte bisher alles die Werkstatt problemlos in weniger als einer halben Stunde feststellen können und müssen.  Selbst kannst Du das auch problemlos , wenn Du ein halbwegs brauchbares Multimeter hast. (Wichtig: 1. Darf nicht im Stromkreis sein, wenn Du die Maschine anlässt 2. Batterie nie bei laufendem Motor abklemmen) Bis ein ungeübter zum ersten Mal die drei Anschlussdrähte freigelegt hat, kann bei sorgfältiger Erst-Arbeit schon Mal eine ganze Stunde vergehen. Danach sieht man das Problem meist schon optisch oder kann es durch nachmessen innerhalb von Sekunden feststellen. Normalerweise kann das Anschlusskabel immer repariert werden, ohne die ganze Lichtmaschine ausbauen zu müssen. Wenn Du "Überdachten, abschließbaren Platz" hast, könntest auch Du die Zerlegarbeiten selbst machen und Dir jemanden zum Flicken der Leitung ins Haus kommen lassen. Eine freie Werkstatt (die z.B. Oldtimer macht) kann das sicher auch, ABER: Die müssen erstens was mit traditioneller Elektrik am Hut haben (sachgerecht Leitungen flicken mit verdrillen, Löten und wiederisolieren mit Schrumpfschlauch oder Lack kann nicht (mehr) jeder und zweitens geduldig genug sein, erst mal die Fachliteratur (Reparaturanleitungs-pdf und/oder Reparaturanleitung aus einem der Foren) durchzulesen und sich dann auch daran zu halten. Der Extra-Fuffi (bei Euro 75-100) Stundenlohn gerechnet ist da gut angelegt. Du könntest ja auch die Reparaturanleitungen hier (und anderswo) im Forum selbst zusammenstellen und dann der Werkstatt mitgeben... Wie gesagt: Es ist nicht intuitiv, was man um an was zu kommen sinnvollerweise und in welcher Reihenfolge bei der C1 abbaut, und so eine Karrosserienase ist gleich abgebrochen... Gut Glück! Reparieren ist IMMER besser als ersetzen, wenn der Reparateur weiss, was er tut. (WENN...) |