Wenn du das vernünftig machen willst, sollte der Motor ausgebaut werden. Ich wechsel dann auch immer die Fußdichtung mit, weil der Zylinderkopf mit dem Zylinder zusammen mit den gleichen Schrauben befestig wird und wenn man den Kopf löst und abzieht, zieht man automatisch auch den zyinder etwas mit an. Dabei kann schmutz uner den Zylinder geraten oder die Dichtung verrutschen, sodaß sie nachher nicht mehr in der ursprünglichen Position ist und nicht mehr dicht ist. Dann geht die ganze Arbeit von Neuem los. An Teilen brauchst du nur Kopf und Fußdichtung, wenn du den Generatordeckel zu läßt und das Öl drin läßt. Dazu noch die Dichtringe für Kettenspanner, Arretierschraubenverschlußschraube, Achsmutter hinten und eventuell Krümmerschrauben mit Muttern. Je nachdem, wie die Ventildeckeldichtung aussieht, muß auch diese erneuert werden. Das größte Problem ist das richtige Werkzeug. Fast alle Schrauben benötigen das richtige Anzugsmoment und da ist es beim Zylinderkopf etwas schwierig. Zwei der 4 Sechskantmuttern sind mit einer Nuss und Drehmomentschlüssel nicht zu händeln. Da braucht es ein Manoskop ( Drehmomentschlüssel mit Einsteckwerkzeug, in dem Fall für 13mm) oder ein selbstgefertigtes Bastelwerkzeug, wie es schon von einigen benutzt/gefertigt wurde. Wäre mir zu ungenau. Auch das Aufstecken des Zylinders über den Kolben ist etwas knifflig. Arbeitsweise geht so: Am ausgebauten Motor die Kurbelwelle fixieren mit der Arretierschraube. Dann den Ventildeckel runter, Kettenspanner raus, obere Kettenführung demontieren, beide Nockenwellen samt Zahnräder lösen und rausnehmen ( zuerst die Einlaßnockenwelle under der Kette ausfädeln, dann die Auslaßnockenwelle). Vorher schauen, daß die beiden Markierungen auf den Zahnrädern zueinander stehen. Tun sie das nicht, dann die Kurbelwelle vor der ganzen Arbeit drehen, bis die Markierungen zueinander stehen und die Arretierschraube eingreift in die Kurbelwelle. Sind die Nockenwellen raus, wird die untere Nockenwellenbrücke abgenommen. Jetzt kann man die untere Führungschiene nach oben rausziehen. Wenn die Kette reinfällt, nicht so schlimm. Es kann nichts passieren. Nun den Zylinderkopf lösen ( 4 Sechskantmuttern, zwei lange Inbusschrauben M6 und 4 kurze Inbusschrauben M6). Jetzt läßt sich der Zylinderkopf abziehen. Es macht Sinn, wenn man die Planflächen des Zylinders und die des Kopfes auf Planheit prüft. Manchmal sind die Teile verzogen und müssen im Fachbetrieb geschliffen werden. Beim Einbau/Aufsetzen des Kopfes die Kette vorher durch den Schaft des Kopfes führen und oben festhalten, damit die Kette dann nicht mehr reinfallen kann. Einbau in umgekehrter Reihenfolge. Nockenwellen mit etwas Motoröl in die Lagersitze legen. Beim Anziehen der Kopfschrauben zuerst die Sechskantmuttern über Kreuz, dann erst die Inbuschrauben, ebenfalls über Kreuz. Faustformel: Schrauben immer von innen nach außen und über Kreuz anziehen. Das gilt auch für die Schrauben der Nockenwellenbrücke. Hier zurerst die inneren, dann die äußeren. So wird Verzug beim Anschrauben vermieden. Ist alles montiert, wird das ventilspiel nochmal kontrolliert. Hierfür den Motor aber ein paar Mal von Hand durchdrehen. Blöd wird es, wenn man den Kopf beim Ausbau umdreht und die Tassen rausfallen. Dann weiß man nicht, welche Tasse wo drin war und muß eventuell die Nockenwellen ein paar mal ausbauen, um die Tassen zu tauschen. Ich hoffe, es war verständlich. Ich würde diese Arbeit aber nur versierten Schraubern empfehlen, da man auch einiges falsch machen kann. Ideal ist immer, wenn man sich das einmal zeigen läßt, bevor man selbst Hand anlegt. Zerstörte Teile sind teuer und eine nicht gesicherte Schraube , die sich dann später löst und Klingelzeichen im Motor gibt, klingelt nur kurz und danach gibt es Geräusche aus dem Motor, die will man nicht hören. Meine C1en finden inzwischen alleine auf die Hebebühne |