Seite 1 von 1
Akku lädt nicht
Verfasst: Do 2. Jul 2026, 22:39
von Hefedrittel
Auslöser war die Aufforderung von 1/8 Liter (Siehe Archiv)
****
Mess mal bei ausgeschalteter Zündung die Spannung an der Batterie. Dann fahre mal 50km, schalte aus und mess erneut die Spannung an der Batterie. Ist die dann gleich oder höher, kann es nicht Regler oder Batterie sein. Dann verlierst du Strom im Ruhezustand.
***
Ich mache hier mal weiter. Es ist mir wichtig, dieses Thema weiter zu betrachten, bzw, meine Erkenntnisse hier einzubringen.
Status aktuell:
GEL Batterie rausgenommen, vollständig aufgeladen und beiseite gestellt.
Blei/Säure Batterie gekauft und eingebaut. Bisher keine Probleme - hatte ich im Neuzustand mit der GEL Batterie aber auch nicht. Hier zählt jetzt die Zeit.
Bewegungsfahrt zeigt nach der Fahrt IMMER mehr V an, als das es der Fall vor der Bewegungsfahrt war - Regler somit i.O, LM somit i.O.
Info: Gel hat nach 9 Monaten angefangen erste Schwäche zu zeigen - mal abwarten was die Blei/Säure macht.
ZusatzInfo: GEL Batterie steht aktuell rum und alle 3-6 Tage zeigt der Multimeter kontinuirlich einen Verlust von 0,02-0,04V an.
StromDiebe weiterhin NULL (Lenkerschloss)
keep u updated!
Re: Akku lädt nicht
Verfasst: Sa 4. Jul 2026, 10:37
von Baumiworld
Danke, dass du hier weitermachst mit der Fehlersuche und uns auf dem laufenden hälst.
Hefedrittel hat geschrieben: Do 2. Jul 2026, 22:39
Info: Gel hat nach 9 Monaten angefangen erste Schwäche zu zeigen - mal abwarten was die Blei/Säure macht.
Für mich ganz klar. Gel Batterie ist dein Problem.
Die C1 veträgt keine Gel Batterie, dies haben wir schon Hundertfach hier erläutert. Die C1 lädt mit bis zu 14,7 V von der Lima die Batterie.
Mach dich dich mal schlau mit welcher Ladespannung deine Gel Batterie max. geladen werden darf.
Dies sagt einem meistens niemand und ist auch schwer zu bekommen diese durchaus wichtige Info.
Die einzige Gel Batterie welche, nach meiner Erfahrung, länger hält in der C1 ist das Modell vom Hersteller JMT.
Irgendwo hatte ich mal gelesen dass diese eine Max Ladespannung von 14,6 V vertragen kann. Habe ich auch selbst in der C1 gefahren und das über 1 Jahr ohne Probleme.
batterien_gel.pdf
Re: Akku lädt nicht
Verfasst: So 5. Jul 2026, 05:54
von Allgaeu-Troll
Hallo Guido,
leider muß ich dir widersprechen. Ich habe seit 4 Jahren eine GEL-Batterie verbaut, die noch immer volle Leistung bringt. Ich fahre ca 1000km/Jahr.
Gruß und wir sehen uns in Herrsching 2027
Re: Akku lädt nicht
Verfasst: So 5. Jul 2026, 09:53
von 1/8Liter
Ich bin gleicher Meinung wie Guido und war lange Zeit Gegner der Gelbatterien. Seit dem Hick-Hack mit der Ausgabe der Säurebatterien verwende ich aber seit einiger Zeit auch nur noch die Gelbatterien und meine Erfahrungen damit sind unterschiedlich. ja, die meisten funktionieren ganz gut, sind aber leider auch nicht sehr langlebig in der C1. Warum das so ist, weiß ich nicht, aber einen Tod muß man sterben. Da ich immer 2-3 Batterien auf Vorrat kaufe ( um sofort agieren zu können), bietet sich eine vorgeladene Gelbatterie dazu gut an. Die kann ich auch gut als Ersatzteil mitführen und unterwegs sofort verwenden oder bei Nichtgebrauch zu Hause wieder ins Regal stellen. Ich bevorzuge jetzt keine bestimmte Gelbatterie und kann auch keine besonders empfehlen. Tatsache ist( meine Erfahrung): Mit den Säurebatterien gab es weniger Ärger, dafür sind sie aber auch unpraktischer.
Jede Batterie verliert im Ruhemodus an Spannung ( ob eingebaut oder nicht). Deshalb gab/gibt es ja auch Erhaltungsladungsgeräte, sollte die Batterie im Winter längere Zeit ausgebaut werden.
Ich baue alle Batterien über den Winter aus, lade sie voll und stelle sie trocken und nicht zu kalt in die Ecke. Vor dem Einbau werden alle nochmal ans Ladegerät gehängt und gut ist. Das gilt für Gel als auch Säurebatterien.
Jede/r muß für sich entscheiden, wie er das handhabt und da gehen die Meinungen sicher weit auseinander.
Ich habe in den letzten Jahren bei all den Treffen ( nicht nur Jahrestreffen) etliche Gelbatterien , die ich als Ersatz mitführte, an den Mann bringen müssen. Auch selbst schon eine gebraucht. Eine Säurebatterie samt Säure( war früher ja noch möglich/ erlaubt) würde ich aber nicht mehr als Ersatz mitführen.
Re: Akku lädt nicht
Verfasst: So 5. Jul 2026, 11:27
von Otzberger
Hier mal eine allgemeine Info zu der Ladespannung.
https://vmax24.de/batterien/
Runterscrollen bis "Laden der Batterie" -- "Ladespannung"
Wenn ich mir das durchlese, bezweifle ich, dass das vom Lima geleistet werden kann.
Re: Akku lädt nicht
Verfasst: So 5. Jul 2026, 15:21
von Baumiworld
Die C1 Lima lädt bis zu 14,7 V und das habe ich mehrfach schon gesehen, ich bezeichne das als nicht ungewöhnlich.
Natürlich kann es auch sein dass die C1 mit deutlich weniger lädt und die Gel Batterie so länger lebt.
Warum die Ladespannung bei der C1 so unterschiedlich sein kann dafür haben wir sicher Elektrospezis die das erklären können.
Hier steht es nochmal, etwas nach unten scrollen!
https://online-batterien.de/ratgeber/gel-batterien/
Das richtige Laden ist entscheidend für die Lebensdauer einer Gel-Batterie. Da das Elektrolyt gebunden ist, reagiert die Batterie empfindlicher auf falsche Ladespannungen.
Für Gel-Batterien liegt die
empfohlene Ladespannung bei: 14,1 bis 14,4 Volt im Standardladebetrieb eine Erhaltungsspannung von ca. 13,5 bis 13,8 Volt
Wichtig: Niemals mit zu hoher Spannung laden, da dies das Gel dauerhaft schädigen kann.
Deswegen mal versuchen die Info der "max und / oder idealen Ladespannung" herauszufinden. Die Verkäufer wissen dies meistens nicht, wenn dann der Hersteller.
Bei der ein oder anderen Gel Batterie habe ich es nachlesen können und da war die Spanne von 14,4 V bis 14,6 V.
Eine Gel Batterie die dauerhaft 14,6 V Ladespannung verträgt wird in der C1 wahrscheinlich länger seinen Dienst tun.
Gel Starter Batterien gibt es schon viele Jahrzehnte, haben sich aber erst seit den 2000er so langsam durchgesetzt. Die C1 ist in den 90er entwickelt worden wo noch Blei-Säure Batterien der Standard waren. Die Lima, der Regler usw. sind nicht für den Einsatz von Gel Batterien vorgesehen.
Was nicht bedeutet dass es nicht geht, man muss damit dem Leben, dass es eine evtl. kürzere Lebensdauer der Batterie gibt.
Und ewig grüßt das Murmeltier...
Verfasst: So 12. Jul 2026, 13:32
von BMW_C1
Batterietechnik ist eine eigene Wissenschaft...
...und ein gutes Beispiel dafür, wieviel Unsinn und "Halbwissen" doch im Web verbreitet wird.
Die beiden zitierten Links hier sind ein gutes Beispiel dafür.
Während der Link von Otzberger auf eine Webseite mit dem Wissen und der Technologie der frühen 80er Jahre aufbaut ("Dreipunktregler"), besteht der von Baumi verlinkte Beitrag aus zusammenkopiertem Halbwissen, das eine Marketing-Abteilung zur Verkaufsförderung ihres Gelbatterien-Geschäfts zusammenkopiert hat. Ich will hier die beiden definitiv nicht angreifen, aber als "Know-How basis" sind diese beiden Beiträge leider nicht geeignet. Dazu enthalten beide zu viele Fehler und unzutreffende Verallgemeinerungen.
Zur Klarstellung:
Bei der empfohlenen Ladespannung sind zwei Fälle zu unterscheiden:
1. Zyklischer Betrieb (wie bei unseren Motorrädern im Einsatz) mit ständigem Wechsel von Laden und -Entladen und
2. Statischer Betrieb ("Dauerbetrieb") z.b. bei Unterbrechungsfreier Stromversorgung, wo die Batterie praktisch immer voll geladen ist und nur selten entladen wird.
Die Ladespannungen für beide Betriebsarten unterscheiden sich deutlich und sind in Fall 1 immer deutlich höher.
"Standard" war hier über viele Jahrzehnte eine Ladespannung von 14,3~14,4 Volt.
Bei GEL- und Calcium-Batterien sind BEIM EINSATZ ELEKTRONISCHER REGLER (mit "Batterie-Voll"-Erkennung) höhere Ladespannungen von 14,5 bis 14,8 Volt möglich und üblich. Diese Erkennung kann aber unser C1-Regler NICHT!
Wichtig zu wissen:
Solange die Batterie nicht voll geladen ist, schädigt/zerstört auch eine moderate Überspannung eine Batterie nicht!
Erklärung: Die Elektronen des Ladevorganges werden bis zu einer gewissen Grenze immer noch vollständig für den chemischen Ladeprozess benutzt; erst wenn mehr Elektronen vorhanden sind, als der chemische Ladeprozess verbraucht, zersetzten die dann überschüssigen Elektronen die Säure durch Elektrolyse. Bei "Offenen" Batterien (egal ob Nass-Säure, AGM oder GEL) kann man das in Form von Wasserstoff und Sauerstoff entwichene Gas wieder in Form von Wasser nachfüllen; bei gasdichten "VRLA" (Valve regulated Lead Acid)-Akkus geht das nicht- Wenn bei Überladung das Wasser in Form von Gas durch das Venil entweicht, dann trocknet der Akku (egal ob Nass-Säure,GEL oder AGM) aus und wird unheilbar beschädigt.
Daher ist hier dauerhafte Überladung unbedingt zu vermeiden!
Gute VRLA-Akkus sind intern sehr stabil aufgebaut und halten höhere Drücke aus als Billig-Akkus: Hier öffnet das Ventil sehr viel später und das entstehende Gas kann in einem geschlossenen Kreislauf wieder vollständig zu asser bzw. Säure rekombinieren; sprich ein gewisses Mass an Überladung wird hier toleriert.
Ein gutes Beispiel hierfür (und unter Motorrad-Gel-Akkus der Gold-Standard) sind die Motorrad-Akkus der Firma INTACT.
Ich habe diese Akkus auf Empfehlung unseres Foren-Mitglieds Kurt (der als Händler inzwischen nur noch diese Akkus verbaut!) seit zwei Jahren bei zwei unserer C1en verbaut und sie haben seither auch jeweils zwei Tiefentladungen ohne bemerkbare Nachteile/Schädigungen gut überlebt,
Die schlechten Bewertungen für diese Akkus bei Polo scheinen wohl daran zu liegen, dass Polo hier in der Vergangenheit einmal eine total
überlagerte Charge in den Markt gebracht hat.
Besonders an unseren C1en:
1. Viele C1en haben einen relativ hohen Ruhestrom: Alles aus, trotzdem fließen teilweise bis zu 15mA (Ruhe-) Strom.
das sind dann 360mAh/Tag und damit ist ein 14,4 Ah Akku rechnerisch nach 40 Tagen zu 100% tiefentladen.
2. Die C1 wurde für den Kurzstreckenbetrieb ("Commuter") spezifiziert und verfügt daher über eine für Motorräder ungewöhnlich hohe Ladeleistung.
Sprich: Bei regelmässigen längeren Fahrten wird der Akku relativ schnelll wieder "ganz voll" und wenn dann zu wenig Verbrauch anliegt, besteht die Gefahr, dass dann eben der bereits volle Akku bei typischerweise 14,1 bis 14,5 Volt überladen wird. Problematisch ist hier insbesondere die Umrüstung auf LED-Birnen: da stehen dann eben rund 40-45 Watt mehr für die Überladung/Zerstörung der Batterie zur Verfügung.
3. ENTLADENE Batterien altern (sulfatieren) wesentlich schneller als voll geladene. Wenn also bei "Wenig-Fahrern" die Batterie über längere Zeit nie voller als etwa 80% wird, dann geht halt die typische Lebensdauer auch deutlich zurück.
Auch zu beachten:
Unabhängig davon sind viele der als Motorrad-Starterbatterien angebotenen Batterien USV-Akkus (Unterbrechungsfreie Strom Versorgung),die die strenge VdS-Norm nicht bestanden haben und dann zu Motorrad-Starterbatterien "umetikettiert" werden.
Die meisten Batterien werden ausgebaut durch sogenannte "Erhaltungsladung" zerstört:
Batterien immer nach spätestens zwei Tagen vom Ladegerät entfernen! Dies gilt inbesondere auch für die oft so gehypten Ladegeräte der Firma C*ek!
Was auch noch zu beqchten wäre: Wer misst, misst Mist!
Wenn euer (nicht geeichtes) Voltmeter von AL*I, LI*L, NOR*A und Konsorten 14,3 Volt anzeigt, dann kann das in der Realität (Messgenauigkeit 1,5% vom Skalen-Endwert +/- 1-2 Digits) eine tatsächliche Spannung von 14,0 bis 14,6 Volt bedeuten.
Die exakten Ladespannungen eines Akkus stehen immer (nur) im jeweiligen Datenblatt und können sich auch von GEL-Batterie zu GEL-Batterie je nach Einsatzzweck, Chemie und Design unterscheiden!
Woran erkenne ich eine gute Blei bzw. GEL-Batterie?
Es gibt für Starterbatterien gute Indikatoren für die Qualität:
1. Das Gewicht- eine Batterie sollte bei gleicher Kapazität immer möglichst schwer sein
2. Der Kälte-Prüfstrom. Dieser sollte möglichst hoch sein. (mindestens 200, besser 250 A für die C1)
3. Der möglichst geringe Innenwiderstand (steht meist nur im Datenblatt)
Fazit:
GUTE GEL-Batterien sind klassischen Nass-Säure Batterien auch beim Einsatz in der C1 durchaus ebenbürtig und geeignet.
Vorteile sind die geringe(re) Selbstentladung, leichtere Handhabung und eine deutlich geringere Empfindlichkeit gegen Tiefentladung.
Billigbatterien sind speziell bei GEL-Batterien zu meiden. Es gibt da einen berüchtigten Importeur, der solche Batterien unter verschiedenen Marken und in verschiedenen Internet-Plattformen mit unterschiedlichen Namen anbietet. (Die Post-Adresse ist aber immer dieselbe).
Re: Akku lädt nicht
Verfasst: So 12. Jul 2026, 18:06
von 1/8Liter
Gut und allseits verständlich erklärt. Verwundert bin ich über die Aussage, dass die Intakt -Batterien von guter Qualität sein sollen. Hatte da andere Erfahrung gemacht, aber eventuell hatte ich welche von der " überlagerten " Marge erwischt. Danke für diesen wirklich informativen Beitrag.


Re: Akku lädt nicht
Verfasst: Mo 13. Jul 2026, 11:25
von C1NDY
Beiträge bewerten geht im neuen Forum wohl nicht mehr - schade, volle Punktzahl!